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Schafwolle, ein wichtiger Bestandteil des Lebens

Das Merinoschaf entstand im 17. Jahrhundert aus der Kreuzung der Landschafrassen mit Merinoschafen. Ursprünglich entstand diese Art der Feinwoll- Schafrasse in Nordamerika. Im Hochmittelalter gelangten die beliebten Merinoschafe dann nach Spanien, wo sie wegen ihrer begehrten Wolle eine große wirtschaftliche Bedeutung bekamen. Viele Jahrhunderte später waren dann die Merinoschafe auch in anderen Ländern in großen Herden verbreitet, wobei der Hauptlieferant heute in Australien ist. Die deutschen Merinorassen können heute auch der Gruppe der Fleischschafrassen zu geordnet werden; denn auch bei ihnen wird das Schaffleisch von großer Bedeutung. Man räumt ihnen jedoch auch heute noch einen einen hohen Stellenwert ein, da ihre Wolle ein großer und wichtiger Teil der heutigen Wirtschaft ist.
Das typische Merinoschaf ist ein mittelgroßes bis rahmiges Schaf mit keilförmigem, langem, hornlosem Kopf mit typischem Wollschopf und breiten, leicht hängenden Ohren. Die Brust ist breit und genügend vorgeschoben. Der Mittelteil des Schafes sollte im besten Fall lang gestreckt und mit straffem breiten Rücken sein. Außerdem ist eine gute Rippenwölbung mit langen Flanken von großer Bedeutung. Der hintere Teil sollte ein langes und breites Becken sowie schön ausgebildete Außen- und Innenkeulen aufzeigen um von guter Qualität des Tieres zu zeugen und des weiteren ist eine gute und dichte Bauchbewollung gefordert. Die komplette Haut des erwachsenen Tieres sollte keine Hautfalten aufweisen. Ein erwachsenes Schaf sollte gute Lauf und Koppelfähigkeiten zeigen um in unterschiedlichsten Futterflächen das ganze Jahr weiden zu können. Ein weibliches Schaf hat eine Fruchtbarkeit von ungefähr 180 bis 200% und ist somit leicht tragend um neue Merinoschaffe auf die Welt zu bringen. Die Merinoschafe sind zwar durch eine vermehrte Wollfettbildung vor Witterungseinflüssen geschützt, trotzdem sind sie witterungsabhängiger und empfindlicher als andere Rassen. Die Wolle der Merinolandschafe ist weiß bis beige, es gibt aber auch naturbraune und braun melierte. Ein ausgewachsenes Schaf kann bis zu zehn Kilogramm Fell pro Jahr liefern, was die Wollmenge anderer Schafrassen um das dreifache übersteigt. Das Schaf wird hier bis auf die Haut geschoren und kann diese ohne Lebenseinschränkungen und sonstige Behinderungen schnell neu aufbauen.
Die beliebte Merinoschurwolle ist sehr stark gekräuselt und von hoher Feinheit. Durch die Kräuselung hat die Wolle eine hohe Bauschkraft und zwischen den Fasern bilden sich viele Luftpolster, die gleichgut gegen Wärme und Kälte isolieren. Die Schurwolle ist ein wirkungsvolles Mittel bei Körpertranspiration und gibt ihnen ein beruhigendes Schlafklima.
Unter Schafschurwolle/ Merino-Schurwolle schwitzt man nicht, d.h. im Winter passt sich dieses Material schnell der Körperwärme an, im Sommer wirkt es jedoch kühlend. Die dauerhafte dreidimensionale Kräuselung der Schafwolle sorgt für hohen Lufteinschluss. Daraus folgt das hohe Wärmerückhaltevermögen. Diese angenehmen Eigenschaften schützen gleichermaßen gut gegen Kälte und Wärme. Die meisten und qualitatief hochwertigsten Schur- und Merinowollen kommen aus der französischen Schafzucht. Nach der Schur wird die Wolle sortiertund geordnet. Die hochwertigsten Wollen stammen meist von der Rückenpartie des Tieres. Danach folgt eine schonende Wäsche mit reiner Seife und sehr viel frischem Wasser. Auf einer Krempelanlage wird die Schafschurwolle dann zu teurem Füllvlies verarbeitet welches die Grundlage für Zudecken und Matratzen-polsterungen sind. Doch auch bei der Merino-Schurwolle gibt es große Qualitätsunterschiede. Die Hochwertigkeit der Merino-Schurwolle ergibt sich aus der Haarform und der Dichte des Haarkleides. Die Klassifizierung liegt überwiegend in der Fein- und Reinheit der Wolle. Auch Kräuselung und Lufthaltigkeit spielen eine Rolle da hohe Klimatisierungseigenschaften gewünscht sind.
Das Lammfell ist seit Jahrtausenden für seine wohltuende, beruhigende Wirkung bekannt. Es gibt kaum ein anderes Material, dass so viele positive Eigenschaften besitzt wie Lammfell. Lammfell hat eine natürliche Eigenwärme und so steigen sei auch im tiefsten Winter nicht mehr in ein unangenehm kaltes Bett. Das angenehme Fell mit seiner gleichmäßigen Wollhöhe von ca 30cm streichelt auch im tiefen Schlaf Körper und Seele und hilft so ganz natürlich im Unterbewusstsein ihre Nervosität und Spannung des vergangenen Tages abzubauen und macht sie somit resistenter gegen ungebetene Krankheiten und unterbewussten Stress. In der Krankenpflege sind Bettauflagen aus medizinischem Lammfell seit Jahren anerkannt zur Dekubitus-Prophylaxe. Die Bezeichnung Dekubitus stammt aus dem lateinischen, von decubare = liegen. Man spricht auch von Druckgeschwür, Wundliegen, Durchliegegeschwür, welches durch das feine Fell in großen Teilen verhindert werden kann und Linderungen schafft.
Das Lammfell wird auch in der Babywelt gerne und häufig eingesetzt. Hier dient es in Form von Bettwärmern oder Kuscheldecken als wohliger Ersatz des Mutterbauchs und spendet ein angenehmes Schlafklima und verhindert unnötige Unruhen der kleinen durch die richtige Temperatur. Der größte Teil der Merinowolle wird in Jacken, Handschuhen und weiteren Winterbekleidungen wie Mützen, Schals oder Ohrenwärmern verarbeitet und gerne gekauft.
Selbst in der Tierwelt und im Reitsport wird das Fell sehr geschätzt. Ob als Hunde oder Satteldecke überall findet es sich wieder. In diesem Bereich werden die medizinischen, strapazierfähigen Felle wegen ihrer optimalen Passform verwendet. In sämtlichen Bereichen werden Sie diesen Schatz finden und schätzen lernen und hat man ihn einmal entdeckt kommt man nicht wieder von dieser Überzeugung los.
Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Bereich sind auch die Hautpflegeprodukte die aus Schafsubstanzen gewonnen werden und schon seit vielen hundert Jahren erfolgreich eingesetzt und genutzt werden. Das Wollwachs der Schafe, auch Lanolin genannt macht die menschliche Haut schön glatt und bildet einen zarten Schutzfilm ähnlich wie Jojobaöl, da dieser besondere und wertvolle Stoff nicht komplett verseift werden kann. Somit bildet er einen langwierigen Hautschutz. Hier wurden bereits Tausende unter Neurodermitis leidende Menschen erfolgreich erlöst und konnten sich innerhalb kurzer Zeit nach der Anwendung von Lanolin schmerzfrei kleiden und ihr Leben genießen.